#006 – Entwicklung und Validierung digitaler und physischer Produkte

Wir sprechen mit Sebastian Kühn über die Entwicklung und Validierung digitaler und physischer Produkte.

Sebastian erläutert seine Vorgehensweise beim Testen von neuen Ideen. Und warum es nur von Vorteil sein kann, schnellstmöglich einen Prototypen zu bauen und diesen auf Marktrelevanz zu testen. Wir werfen einen Blick in die Zukunft und welche Entwicklungen in den nächsten Jahren anstehen könnten. Warum Notlügen okay sind. Und wie du auch nach einem möglichen Scheitern deine Motivation aufrecht erhältst.

Heutiger Gast: Sebastian Kühn

Der Gast unserer heutigen Sendung ist Sebastian Kühn. Für alle, die noch nicht die Freude hatten, Sebastian kennenlernen zu dürfen, stellen wir an dieser Stelle nochmal ein Paar Eckdaten zu seiner Person bereit:

 

Sebastian…

 

  • hat zunächst eine Ausbildung im Handel absolviert und danach BWL in Berlin studiert (Bachelor & Master)
  • hatte nie Lust auf ein 0815-Büro-Arbeitsleben
  • ist seit 2012 selbständiger Remote-Worker und startete als Freelancer & Übersetzer
  • hat sich in der Folgezeit an zahlreichen Produkten und Produktideen ausprobiert
  • ist Gründer von Wireless Life
  • ist Autor des Wireless Life Guides (Handbuch für Digitale Nomaden und solche, die es werden wollen 😉)
  • ist Co-Founder des Citizen Circle

Key-Learnings aus dem Podcast

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Machen, machen, machen und raus aus dem Kämmerchen!

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Lege deine Perfektion ab und handle schnellstmöglich

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Informiere dich über Produkt und Konkurrenz

N

Starte Schritt für Schritt und weite deine Handlungen bei Erfolg aus

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Definiere klare Vorstellungen und Ziele

N

Analysiere + optimiere anhand von konkretem Feedback

N

Sei geduldig, aber auch ehrlich zu dir selbst!

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Passe deine Handlungsweise deinen Produktvorstellungen und Zielen an

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Hör auf, deine Idee zu zerdenken!

M

Dein Produkt muss nicht direkt zu 100% perfekt sein

M

Vergiss deine Angst vor möglichem Scheitern

M

Lasse dich von Rückschlägen nicht unterkriegen

Entwicklung und Validierung digitaler und physischer Produkte

 

Dir schießen häufig kreative Ideen durch deine Synapsen? Du möchtest diese oder andere Ideen gerne vom Luftschloss zur Wirklichkeit werden lassen? Du denkst, du hast eine Produktidee, auf deren Verwirklichung die Leute bereits sehnsüchtig warten? Du wolltest schon immer dein eigener Chef sein und selbständiger Unternehmer werden?

Dann solltest du zunächst einmal damit aufhören, dich in deinem Kämmerchen einzuschließen und deine Idee, wie ein akribischer Tüftler, zu perfektionieren! 😊

Denn die Praxis zeigt: Je mehr Zeit die Umsetzung einer Idee auf ihre Verwirklichung warten muss, desto stärker lässt die anfängliche Motivation nach!

Dennoch kann es sinnvoll sein, deine Ideen – analog in Notizbüchern oder in Form eines digitalen Speichermediums – zu sammeln und zu überlegen, welche deiner Ideen wirklich Erfolg haben könnten.

Randnotiz: Du musst nicht als revolutionärer Ideengeber geboren sein! Wenn du wirklich selbständig sein willst und dich damit beschäftigst, was andere Leute so auf den Markt schmeißen, klopfen die guten Ideen früher oder später von selbst an deine Tür! 😉

Ideen- & Produktentwicklung

Hast du dich für eine aus dem mehr oder minder großen Meer deiner Ideen entschieden, gilt es zunächst einmal, perfektionistische Ansprüche an deine Idee abzulegen und stattdessen schnellstmöglich in den Modus des Handelns zu kommen!

Was das in der Praxis bedeutet? Wie solche Wege bei welchen Produkten aussehen können, verraten wir dir im Folgenden dieser Podcast-Episode!

Für unsere treuen Hörer und Leser wird der folgende Absatz zwar kein Novum sein, aber für unsere neuen Hörer und Leser noch kurz folgende Anmerkung:

Es gibt keine Pauschal-Rezepte für den Erfolg eines Produktes. Das hängt damit zusammen, dass der Markt vielen Fluktuationen unterworfen ist, die genauen Herangehensweisen immer mit deinem Produkt selbst zusammenhängen und bei der Umsetzung und Vermarktung (d)eines Produktes – auch eines guten – viele Fehler gemacht werden können. Wir zeigen dir lediglich auf, wie man vorgehen kann, welche Hürden es auf deinem Weg geben kann und geben dir Hilfestellungen, die wir uns selbst früher vielleicht auch gewünscht hätten oder sogar selbst bekommen haben.😊

Einer der ersten Schritte, die du auf dem Weg zur Entwicklung deines Produkts und seiner Validierung gehen kannst, ist der, deine Idee und ihre wesentlichen Charakteristika kurz zu skizzieren und schriftlich festzuhalten.

Frage dich:

  • Wie sieht mein Produkt aus?
  • Was macht es besonders?
  • Was will ich von meinem Produkt?
  • Was soll mein Produkt kosten?

Und beantworte dir die Fragen anschließend auf dem Papier, dem Bildschirm, dem Whiteboard oder deiner Höhlenwand (😊) selbst.

Sobald du diesen Schritt finalisiert hast, kannst du dazu übergehen, dir erste Resonanz bei deinen Freunden und deiner Familie einzuholen.

Bist du mit dem Feedback zufrieden und in deinem Vorhaben beflügelt? Dann kannst du im nächsten Schritt eine kleine Website aufsetzen, auf der dein Produkt in seinen Grundzügen und mit seinen Besonderheiten vorgestellt wird.

Gab es Kritikpunkte, aber du hast du dennoch das Bedürfnis danach, dein Produkt einer breiteren Masse an Personen vorzustellen? Dann lasse das Feedback in deine Produktentwicklung einfließen, aber gehe dennoch in die Öffentlichkeit, um zusätzliches Feedback und zusätzlichen Input zu bekommen und zu generieren.

Sollten deine eigenen Fähigkeiten als Programmierer oder Texter nicht ausreichen, um diesen Schritt zu gehen, kannst du auch Leute mit entsprechenden Kompetenzen damit beauftragen, deine Idee zu realisieren und ihr eine erste Plattform wie deine eigene Website zu geben, auf der sie präsentiert werden kann.

In der Praxis ist solch ein Vorgehen unter dem Terminus Prototype-Landingpages geläufig. Auf Prototype-Landingpages platzierst du dein MVP (Minimum Viable Product) – die praktische Antwort auf die Fragen, die du dir selbst stellen solltest 😉– und gewährst deinen potenziellen Kunden einen ersten Einblick in dein Produkt. Zusätzlich ermöglichst du so handlungsrelevantes Feedback und kannst die Marktrelevanz testen, wozu wir im nächsten Abschnitt detaillierter eingehen werden.

Randnotiz: Wenn du Freunde hast, die über die notwendigen Fähigkeiten verfügen, kann es sinnvoll sein, sie um Hilfe zu fragen, statt gleich gut bezahlte Amateure und Profis mit den Arbeiten zu beauftragen. Das spart Zeit und Taler. Darüber hinaus kann sich auch die Zusammenarbeit deutlich angenehmer gestalten! 😊Über die Arbeit in Teams und Hierarchien verlieren wir im Übrigen auch in unserer vierten Podcast-Episode das ein oder andere Wort.

Validierung deines Produkts

Nachdem du dein MVP entworfen, in seinen Grundzügen beschrieben, mit einem Preis getagged und anschließend auf einer Website platziert hast, gibt es unterschiedliche Arten und Weisen, wie du testen kannst, ob deine Produktidee bzw. dein Produkt selbst valide ist und ein allgemeiner Bedarf an deinem Produkt besteht.

Die einfachste und beste Art dein Produkt zu validieren ist es, zu sehen, dass sich einer oder mehrere Kunden dazu bereit erklären, dein Produkt zu dem von dir festgelegten Preis zu erwerben.

Randnotiz: Frage den Kunden nicht „Würdest du kaufen, wenn .. ?“,sondern stelle ihn vor die Wahl „Kauf oder kauf nicht!“.

Doch wie schafft man es, eine breite Masse an potenziellen Kunden vor die Qual der Wahl zu stellen?

Ein Mittel, um Antworten darauf zu bekommen und erste Resonanzen des Marktes zu sammeln, kann eine kleine Facebook- oder Google-Ads-Kampagne sein, die dein Projekt ins Rollen bringt!

Stelle vorher dein Produkt auf deiner Website als Vorbestellversion (ohne Bezahlvorgang) zur Verfügung. Durch Bewerbung holst du dann erste Besucher auf deine Produktseite. Mit Hilfe der Besucherzahlen und der Zahl der getätigten Vorbestellungen lässt sich die Konversionsrate bilden. Diese Conversion Rate kannst du dann als Indikator für den potenziellen Erfolg deines Produkts heranziehen.

Randnotiz: die Konversionsrate lässt sich wie folgt berechnen:
(Anzahl an Conversions * 100) / Anzahl an Besuchern)

Du solltest dir jedoch im Vorfeld überlegen, welche Rate du in welchem Zeitraum mindestens (!) erreichen willst. Möchtest du beispielsweise, dass sich von 100 Besuchern fünf davon in deine E-Mail-Liste als Vorbesteller eintragen, läge deine anvisierte Conversion Rate bei 5%.

Solltest du deine gesetzte Marke anschließend nicht erreichen, empfehlen wir dir, dich an deine Vorgaben zu halten und deine Idee strikt zu verwerfen. Eindeutige und klare Grenzen, die du in Abhängigkeit zu deinen Vor-Investments entwickeln solltest, helfen dir dabei, nicht zu verliebt in (tendenziell) erfolglose Produktideen zu sein und rational bei der Sache zu bleiben.

Denn: Da im Business nicht allzu viel Raum für Emotionen ist, hilft dir ein klarer Cut dabei Lebenszeit und Geld zu sparen!

Solltest du deine anvisierte Conversion Rate in der von dir gesetzten Frist erreichen, kannst du zum nächsten Schritt übergehen: Leite Anfragen bei Händlern und/oder Produzenten in die Wege und erkundige dich, ob sie Interesse und die Kapazitäten haben, dein Produkt herzustellen. Bei rein digitalen Produkten kannst du dich jetzt an die Erstellung des Produktes machen.

Ist auch dieser Schritt erledigt, bieten sich dir im nächsten Schritt die beiden Optionen, den Prototypen deines Produkts nach Auslieferung der notwendigen Komponenten (bei einem physischen Produkt) entweder selbst zusammenstellen oder einen externen Dienstleister mit der Zusammenstellung des Prototypen zu beauftragen. Auch diese Entscheidung solltest du von deinen individuellen Fertigkeiten und Fähigkeiten abhängig machen.

Liegt auch dieser Schritt erfolgreich hinter dir, kannst du dazu übergehen, dein Produkt professionell ablichten zu lassen, um es anschließend – in seinem vollem Glanze – auf der zuvor erstellten Website einpflegen und präsentieren zu können. In diesem Zusammenhang kann es auch sinnvoll sein, deine Internetpräsenz selbst aufzuwerten.

Sobald du eine ausreichende Menge an Vorbestellungen für dein Produkt gesammelt hast, kannst du eine erste kleine Bestellung (500-1000 Exemplare) bei deinen zuvor akquirierten Händlern oder Produzenten aufgeben und die ersten Produkte in den Versand geben. Solltest du die ersten Sendungen aufgegeben haben, kann der Kommentarbereich auf deiner Website im Anschluss besonders wertvoll sein. Denn auf diesem Wege kannst du Feedback deiner Kunden sammeln, das dir wiederum dabei behilflich sein kann, dein Produkt und deinen Service zu verbessern und deine Kunden aktiv in den Entwicklungsprozess mit einzubinden

So kannst du auch bereits den Grundbaustein für eine erste Kundenbindung und Word-of-Mouth-Marketing legen. Diese beiden Komponenten können besonders wichtige Faktoren für den langfristigen Erfolg deines Produkts sein.

Verzichte in dieser Phase zunächst noch darauf ausführlichen Content aufzubauen, dein Produkt zu branden oder großartig Geld in das Design deines Produkts und deines Internetauftritts zu investieren. Stattdessen solltest du viel eher darauf fokussiert sein, dein Produkt schnell an den Mann zu bringen und nach dem (zyklischen) Schema Build – Measure – Learn praktische Erfahrung zu gewinnen und dein Produkt permanent weiterzuentwickeln.

Wenn du im Laufe deiner Verkaufs- und Entwicklungsphasen realisieren solltest, dass dein Business läuft, kannst du immer noch in Erwägung ziehen, nachhaltigere Marketingmethoden zu entwickeln und in dein Produkt zu investieren. In der Praxis heißt das:

  • Qualitativen Content kreieren
  • Geld in Werbung investieren
  • (Promo-)Veranstaltungen veranstalten
  • etc.

Was machst du, wenn dein Produkt nicht validiert wird, du aber dennoch bereits Vorbestellungen hast?

Falls du deine angepeilte Conversion Rate nicht erreichen solltest, ist es auch vollkommen in Ordnung zurückzurudern und deinen Vorbestellern zu erklären, warum sie das versprochene (aber noch nicht bezahlte!) Produkt doch nicht erhalten.

An dieser Stelle können kleine Notlügen auch gelegentlich ein probates Mittel sein. 😉

Viel wichtiger ist es, sich an dieser Stelle von dem erfahrenen kleinen Misserfolg nicht unterkriegen zu lassen, sondern stattdessen mit ausgestreckter Brust und erhobenen Hauptes weiter nach vorne zu blicken. Aus Erfahrungen lernen, statt in der Trauer über die verworfenen Idee oder verlorenes Unternehmertum zu ertrinken und innerlich zu resignieren! 😊

Falls du schon mal an diesem Punkt gewesen sein solltest oder gerade bist, haben wir hier ein motivierendes Video von Gary Vaynerchuck für dich:

 

 

Nischenrecherchen

Ein weiteres Mittel, um dein Produkt zu validieren, sind sogenannte Nischenrecherchen, die dir Aufschluss darüber geben sollen, ob es Bedarf an bestimmten Produkten gibt und was potenzielle Kunden von deinem Produkt wollen.

Wir schlagen dir in unserem Podcast zwei Ablaufpläne für Nischenrecherchen vor, die davon abhängig sind, ob du bereits über eine eigene Reichweite, z.B. in Form eines Blogs oder eines YouTube-Kanals, verfügst oder nicht.

 

Ablaufplan einer Nischenrecherche mit eigener Reichweite

Ein Blog , Podcast, Social-Media-Profil oder ein YouTube-Kanal mit bereits vorhandener Reichweite kann ein äußerst hilfreiches Werkzeug sein, um nach eventuellen Nischen zu recherchieren und in Erfahrung zu bringen, ob Bedarf an deinem Produkt existiert.

Das Vorgehen in diesem Fall ist denkbar einfach:

  1. Platziere dein MVP auf deinem Internetauftritt
  2. Teile dein MVP über deine Reichweite
  3. Schaffe für Interessenten die Möglichkeit, das Interesse an deinem Produkt zu bekunden und über dein Produkt informativ auf dem Laufenden gehalten zu werden (bspw. per Newsletter)

Falls sich im Rahmen dieses Angebots einige Interessenten melden und/oder dir ihre E-Mail-Adressen überlassen sollten, kannst du Leuten auch dein Produkt zur Probe anbieten und/oder sie aktiv in die Gestaltung deines Produkts einbinden, um dein Produkt für deine Zielgruppe attraktiver werden zu lassen.

Bei fehlender und/oder unvorteilhafter Resonanz lässt sich die Idee natürlich auch wieder verwerfen – ganz nach dem Motto: Trial and error, heads up, go on. 😊

 

Ablaufplan einer Nischenrecherche ohne eigene Reichweite

Für den Fall, dass du über keine eigene Reichweite verfügen solltest, gestaltet sich das Vorgehen natürlich etwas komplizierter, als wenn du bereits über eine gewisse Reichweite verfügst. Du kannst nicht deine eigenen Leute befragen, sondern musst herausbekommen, ob Menschen allgemein Interesse für deine Lösung ihres Problems haben.

Hier kann es sich zunächst empfehlen, deine Idee mit Hilfe des Google Keyword Planersund einer einfachen Keyword-Suche vorläufig validieren zu lassen. Schau dir hier das Suchvolumen, die Konkurrenzdichte und die entsprechenden Klickpreise an. Auf diesem Wege kannst du in Erfahrung bringen, ob eine allgemeine Nachfrage nach deinem Produkt besteht und danach gesucht wird.

Auf Verkaufsplattformen, wie beispielsweise Amazon oder Rakuten, kannst du dann in Erfahrung bringen, wie gut und in welcher Quantität deine Nische bereits durch andere Anbieter bedient wird.

Über unterschiedliche Keyword-Suchen solltest du dann die etwaige Zahl deiner Konkurrenten bestimmen und ausgiebig evaluieren. Wie stark ist die Konkurrenz in deiner Nische? Wie gut ist der Content, den deine potenziellen Mitbewerber anbieten? Und wie gut kann der Content sein, den du selbst anbieten möchtest? Ein Kampf gegen Goliath ist zwar nicht immer hoffnungslos, aber in der wirtschaftlichen Praxis zeigt sich, dass Davids – in der Regel – tendenziell doch eher den Kürzeren ziehen.

Daher folgender Rat: Sollte deine Nische hart umkämpftes Terrain sein, in dem sich potenzielle Konkurrenten bereits mit High-Tech-Panzern bekriegen und bombardieren, kann es durchaus ratsam und sinnvoll sein, die Fletsche doch wieder einzupacken und weiterzuziehen. 😊

Randnotiz: Weitere wertvolle Tipps zur Nischenrecherche kannst du in der zweiten Episode des Marketing Roadmap Podcast hören. Jannik Lindner erläutert dir hier seine Vorgehensweise bei seiner Recherche!

Nach der Nischenrecherche

Solltest du dich dazu entscheiden, deine Nische mit deinem Produkt zu bedienen, solltest du dir gleich nach der Nischenrecherche weitere Frage stellen. Eignet sich dein Produkt eher dazu, kurzfristigen Erfolg zu erwirtschaften? Oder glaubst du an die Langfristigkeit deines Produkts, hast die notwendige Motivation und willst dich daher langfristig in Form deiner eigenen nachhaltigen Produktmarke auf dem Markt etablieren? Denn die Nuancen des weiteren Vorgehens sind an deine weiteren Erwartungshaltungen gekoppelt!

In beiden Fällen lohnt es sich, wenn du dich zunächst an all die Punkte hältst, die wir weiter oben im Zuge der Validierung deines Produkts bereits ausführlicher besprochen haben. Der Einfachheit halber hier noch einmal in Kurzform:

  1. Domain registrieren
  2. Website aufsetzen
  3. (SEO-optimierten) Content erstellen oder erstellen lassen
  4. Produkt einstellen

Da es bei kurzfristigen Unternehmungen primär darum geht, innerhalb kürzester Zeit eine möglichst große Marge zu erzielen, kannst du in diesem Fall auf weitere Maßnahmen zur weiteren Kundengenerierung und -bindung, wie große Werbekampagnen oder das Bespielen zahlreicher Marketing-Kanäle, verzichten.

Wenn du jedoch eine nachhaltige Produktidee vor Augen hast, die die Vision verfolgt, deine eigene Marke aufzubauen, solltest du darauf achten, dass du nach und nach Zugang zu deiner Zielgruppe aufbaust und dein Produkt kontinuierlich zu verbessern. Ausgehend von deinem MVP kannst du dein Produkt Schritt für Schritt weiterentwickeln und deine Marke langsam wachsen zu lassen. Wichtig ist es aber auch, diese Schritte zu hinterfragen. Denn bereits kleine Entscheidungen, können langfristige Auswirkungen auf den Erfolg deiner Marke haben. Reflektiere auch in regelmäßigen Abständen, ob es weiterhin sinnvoll und zielführend ist, Zeit und Geld in deine Produktidee zu investieren.

Und scheue dich nicht davor einen Cut zu machen, wenn er notwendig werden sollte!

Eine Vielzahl an Trends kommen schlichtweg häufig nicht über den Status einer kurzfristigen Modeerscheinungen hinaus, auch wenn es natürlich hin und wieder einige von ihnen schaffen, sich langfristig auf dem Markt zu integrieren und zu behaupten.

Randnotiz: Um weitere Interessenten für dein Produkt zu gewinnen, kann es durchaus sinnvoll sein, dein Produkt aktiv über Facebook zu bewerben. Bringe dich zudem aktiv in themenorientierte Facebook-Gruppen oder themenorientierte Foren ein, um dein Produkt in diesen Gruppen und/oder Foren zu platzieren und Feedback zu erhalten. Auf diesem Wege schaffst du es, weitere Schnittstellen zu deiner Zielgruppe zu kreieren und weitere Anregungen für die Entwicklung deines Produkts zu sammeln. Weitere Informationen zu diesem Vorgehen findest du ebenfalls in unserem spannenden Podcast mit Martin Eckard von Fritzvold!

Tipps für Neulinge

Falls du noch keine praktischen Erfahrungen mit der Vermarktung physischer und/oder digitaler Produkte haben solltest, kann es ratsam sein, sich zunächst an einem digitalen Produkt auszuprobieren.

Ein digitales Produkt zu schaffen ist meistens mit weniger Aufwand und Abhängigkeiten verbunden und kann daher einfacher validiert werden, als es bei einem physischen Produkt der Fall ist.

So kannst du anfänglich beispielsweise einen kleinen Ratgeber oder einen kleinen Videokurs zu einem ebenso kleinen Preis anbieten. Mit solchen Vorhaben schaffst du es, ersten Kontakt zu deiner Zielgruppe zu generieren und wertvolle Erkenntnisse für spätere Vorhaben zu gewinnen. Zu diesen Erkenntnissen zählen unter anderem die tatsächlichen Bedürfnisse der Kunden, erstes Kundenfeedback oder weitere Ideen für Produkte, die du Zielgruppen, ausgehend von deinen Expertisen, anbieten könntest.

Alternative Formate, die in dieser Phase ebenfalls möglich wären, sind kostenpflichtige E-Mail-Serien, kostenpflichtige Podcasts, Kurse oder Bücher. Für welche dieser Optionen du dich de facto entscheidest ist auch eher sekundär. Viel wichtiger ist es in dieser Phase herauszufinden, ob deine Produktidee deiner Zielgruppe wirklich (weiter-)helfen kann.

Eine weitere Möglichkeit, um dir einen thematischen Überblick darüber zu verschaffen, welche Bedürfnisse mit deiner Produktidee korrelieren, ist eine Google- Ads-Recherche. Sie zeigt dir, welche Suchanfragen im Kontext deiner Produktidee getätigt werden.

Um dich dennoch zunächst in die Thematik einzulesen und dir fundiertes Wissen anzueignen, können wir dir zunächst einmal wärmstens ans Herz legen, dich fleißig in den Marketing Roadmap-Podcast einzuhören und dich in den Wireless Life Guide einzulesen. 😋

Natürlich gibt es auch zahlreiche Artikel und Bücher zum ortsunabhängigen Arbeiten, die sich im Internet oder im Buchhandel finden lassen. Da die jeweiligen Ansätze und individuelle Geschmäcker jedoch verschieden sind, wollen wir dir an dieser Stelle auch keine ‚Pauschalrezepte‘ oder ‚Klassiker‘ mit auf den Weg geben.

Klicke dich stattdessen einfach mal durch das bunte Blumenbeet der Arbeiten zu diesen Thematiken durch und richte dich danach, welches Blümchen dir am ehesten zusagt.

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Unsere nächsten Workshops stehen vor der Tür!